So schön verstrahlt

„Das einzig Schöne an Schönenwerd? Dass es nur noch schöner wird!“ So lautete das Motto der Auswärtsfahrt der VBG-Jungs vergangenen Samstag. Zwischen dem Strahlentempel Gösgen und dem Buddhistischen Tempel Gretzenbach durfte man sich zu junioren-freundlicher Zeit (14:30) mit der zweiten Mannschaft vom TV Schönenwerd messen.

Der Trainingsbetrieb in der Vorwoche war etwa so effizient wie der Bahnbetrieb der SBB bei Schneefall. Es lahmte an allen Ecken. Schuld sollen das kalte Wetter und irgendwelche Viren sein. So kam es, das unter der Woche mit Miggi am Pass trainiert wurde, am Wochenende aber Dominic als Passeur auflief. Auch Artur absolvierte nur ein Training. Alle anderen machten auch nicht den fittesten Eindruck.

In der grossen Dreifachhalle unseres Gastgebers durfte man das Spiel unter Juniorenspieltagatmosphäre in einem kleinen Drittel in Angriff nehmen. Neben Dominic am Pass waren Basil und Artur auf Aussen, Nick draussen gesetzt, Raphi und Mogge agierten als Mittelblocker und Joni als Dia. Libero Capo machte wie immer eine gute Figur. Wobei das rein auf seine Erscheinung reduziert ist. Der Spielaspekt „Verteidigung“ muss allen VBGlern wohl ein Fremdwort sein. Zumindest in den ersten drei Sätzen. Schlechter verteidigt nur ein Armloser im Ring gegen Tyson. Oder der FC Schaffhausen auf dem Fussballplatz.

Zum Spiel: Nach verlorenem Startsatz konnte man sich gleich revanchieren und den zweiten Durchgang für sich verbuchen. Anstatt den Schwung mitzunehmen liess man sich im Dritten düpieren. Zeitweise lag man mit neun Punkten im Rückstand. Vor allem weil besagte Verteidigung verweigert wurde und zu alledem auch noch die Annahme an Qualität verlor. In diesem Moment suchten dann auch noch unsere Angreifer  zielsicher die gegnerischen Blockhände. Das Verdikt: 25:18 in Punkten, 2:1 in Sätzen. Glücklicherweise, oder vielleicht auch weil Coach Petra mehrfach insistierte, wurden Verteidigungsaktionen ab dem vierten Satz wieder ins Spiel-Repertoire der VBG aufgenommen. Und siehe da: Mit 21:25 konnte man sich ins Tie-Break retten. Grossen Anteil daran hatte unter anderem Artur. In den vergangenen drei Partien agierte unser Deutsch-Ukrainer so verkrampft, dass die Chiropraktiker in Stellung rannten, sobald er nur in die Nähe des Volleyballfeldes kam. Wieder erstarkt war er nun ein wichtiger Rückhalt für die Mannschaft.

Dank einem Blitzstart im Tie-Break konnte dieses gewonnen werden. Der Anfangs erspielte Vorsprung wurde bis zum 13:15 ins Ziel gerettet. Damit holen die Klettgauer erstmals in dieser Saison Punkte auswärts und realisieren den dritten Saisonsieg. Das Punktesammeln muss aber noch weiter gehen. Am besten gleich nächsten Samstag 17:30, in der Neuen Kantihalle gegen Smash Winterthur!

Der Sieg musste natürlich gebührend gefeiert werden. Geburtstagskind Joanas hatte zum Pizzaplausch geladen. Der Plausch zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Dann gingen auch die letzten Kämpfer im Stile waschechter Politiker nach Hause: Mit einem stärkeren Rechtsdrall als Köppel, betrunkener als Bier-Bösch und mit Erinnerungslücken wie Spiess-Hegglin. So geht Party!