Schöner gegen Schöni

Man könnte meinen der Matchbericht von letzter Woche sei von Mike Shiva geschrieben worden. Die Prophezeiung der Leistungssteigerung ist doch tatsächlich eingetreten. Wie es gute Propheten halt so machen, war der Autor erst einmal drei Tage nicht ansprechbar. Deshalb kommt der Bericht mit Verspätung.

Für das erste Heimspiel muss man sich jeweils genug früh bei der Halle versammeln. Die Festung Zimmerberg muss zuerst für den Ansturm gegnerischer Teams bereit gemacht werden. In alten Zeiten hätte man Gräben ausgehoben, Pfeile gespitzt und die Zugbrücke hoch gezogen. Heutzutage werden Bälle gepumpt, fehlende Linien mit Klebeband geklebt und Werbebanden montiert. Nicht ganz so martialisch, dafür mit Beschallung von Musik aus Capos Kuschelrock-Playlist sehr meditativ. Das macht richtig heiss aufs Spiel! Eine letzte Stärkung gab es nach dem Einrichten der Halle im „Bahnhöfli“: Spaghetti und Wasser (lies: Schnipo und Bier) für alle. Der obligate Kaffee wurde genossen, Hektik war nicht angesagt. Schliesslich wartete vor der verschlossenen Halle nur Trainerin Petra, bereit noch ein kurzes Vor-Match-Training zu leiten. Die Mannschaft wollte ihr aber gütiger Weise noch ein paar Minuten an der strahlenden Herbstsonne gönnen.

Vor guter Kulisse (rund 60 Zuschauer waren gekommen) wurde das Spiel gestartet. Da Dominik abwesend war übernahm Miggi die Passposition. Zudem stand auch Matej nicht zur Verfügung, er war mit seinem Chef unterwegs. Einziger Auswechselspieler war deshalb Nick, aber auch er sollte noch zu seinem Einsatz kommen. Mit Capo als Libero, Raphi und Mogge in der Mitte, Basil und Artur über Aussen und Jonas als Diagonal war die Startformation komplett. Bis zum 13:13 im ersten Satz verlief die Partie ausgeglichen, wenn dann waren leichte Vorteile für die jungen Schönenwerder auszumachen. Das änderte sich aber im Schlussspurt. Mit guten Services konnte der Gegner unter Druck gehalten werden, selber Punktete man nun regelmässiger. Verdient ging der Satz mit 25:20 an das Heimteam.
Früh im zweiten Satz konnte ein kleiner Vorsprung erspielt werden, der allerdings bereits gegen Satzmitte zu einem Rückstand wurde. Zu viele Fehler und die nicht vorhandene Verteidigung auf die Angriffsbälle des TVS führten zu einem 16:20 Rückstand. Die Luft war draussen. Resultat: 20:25.
Im Dritten hechelte man konstant einem Rückstand hinterher. Das zwischenzeitliche 16:21 konnte noch auf 22:23 verkürzt werden, allerdings reichte das nicht mehr: Resultat 23:25.
Ein Abbild des dritten Satzes war der Vierte. Konstant im Hintertreffen gelang dann doch noch der Ausgleich zum 22:22. Schade, verbaselte man den Endspurt und bleibt nach dem 25:27 Satzverlust und der 3:1 Niederlage weiter punktlos. Immerhin konnte die rote Laterne an die SV Olten abgegeben werden.

Jetzt kommt die Chance gegen Smash Winterthur erste Glanzpunkte zu setzten. Bisher war das einzig glänzende bei der VBG Miggis mit Schweiss durchtränkte Matchshirt. Aus dieser Niederlage kann aber durchaus viel Positives gewonnen werde. Die Leistungssteigerung gegenüber dem Züri Unterland Spiel war unverkennbar. Mit diesem Schwung geht es in die Trainingswoche und dann am Samstag nach Winterthur. Wir wollen die ersten Punkte!

Telegramm:
VBG Klettgau – TV Schönenwerd: 1:3 (25:20, 20:25, 23:25, 25:27)
VBG mit: Miggi, Raphi, Nick, Artur, Basil, Jonas ©, Fabio, Mogge. Coach: Petra

 

Bilder: