Dernière

Endlich ist es so weit, ich darf den letzten Matchbericht der Saison schreiben! Dummerweise fällt mir zum Spiel und dessen Verlauf nicht mehr viel ein. Der traditionelle „VBG-Saison-Abschuss“ hat wohl eine retrograde Amnesie verursacht. Nach dem Ausgang fand ich nur noch die läppischen Überreste der Mannschaftskasse und das Matchblatt vom Samstag in meinem Portemonnaie. So wie’s aussieht haben wir tatsächlich 3:0 (25:21, 25:14, 25:14) gegen Oberdiessbach gewonnen. Ein kurzer Check im Swissvolley-App bestätigt dies und verrät dann auch, dass Münchenbuchsee gegen Voléro verloren hat. Somit beendet die VBG Klettgau die Abstiegsrunde auf dem ersten Platz. Wir dürfen auch nächstes Jahr wieder in der zweithöchsten Spielklasse mitmischen!

Da ich, wie gesagt, nur spärliche Erinnerungen an den Samstag habe, muss ich wohl von dem Berichten was ich noch weiss. Zum Beispiel vom Beginn der Saison.

Die Vorfreude auf die Saison war riesig, damals im Oktober. Die VBG hatte es doch tatsächlich geschafft, von der 2. Liga bis in die NLB aufzusteigen und konnte es kaum erwarten loszulegen. Leider kämpften wir Hobby- und Spassathleten anfänglich vor allem mit dem „professionellen“ Umfeld, das von Liga und Verband gefordert wird. So kam es, dass aufgrund eines Fehlers in unserem Back-Office unsere beiden Freunde Artur und Matej erst mitspielen konnten, als wir ihre jeweiligen Landesverbände alimentiert hatten. So verpassten sie glücklicherweise die Cup-Niederlage gegen den FC Luzern (4. Liga!) und das blamable erste Saisonspiel auswärts in Appenzell. Von diesen Spielen gibt es auch keine Berichte. Zum Cupspiel wollte sich logischerweise niemand äussern. Jener vom Spiel gegen Appenzell musste auf Drängen von Swissvolley wieder von der Homepage gelöscht werden. Franks journalistisches Meisterwerk hätte beinahe die Ethik-Kommission auf den Plan gerufen. Unser Verband fühlte sich durch einige Passagen über die zum Teil horrenden Gebühren angegriffen. Zum Glück konnten allfällige Sanktionen durch eine Stellungnahme des Präsidenten abgewendet werde. Swissvolley empfahl uns, fortan die Matchberichte „durch eine verantwortliche und kompetente Stelle kontrollieren zu lassen “ (sic!). Vorbildlich, wie es nur die VBG ist, taten wir das auch. Unsere kompetente Stelle waren fortan die Lachmuskeln unserer Leser.

Nach einer guten Leistung gegen Schönenwerd – das Spiel ging trotzdem verloren – folgten Siege gegen Laufenburg (überraschenderweise), Buochs (klugerweise) und Volero (verdienterweise). Da man sich so schon ein kleines Polster gegen den direkten Wiederabstieg erspielt hatte, tat die VBG das, was sie am besten kann: Das ganze wieder ein bisschen spannender als nötig machen! Gut, gleich fünf Niederlagen am Stück zu kassieren war ein bisschen zu viel des Guten. Zum Glück patzten unsere Konkurrenten auch. Deshalb hatte die Niederlagenserie keinen grossen Einfluss auf die Tabelle. Es ging höchstens auf die Nerven. Das war eine Herausforderung für die Mannschaft. Wir waren es uns aus 1. Liga-Zeiten gewöhnt beinahe jedes Wochenende als Sieger vom Feld zu laufen. Niederlagen in Serie kannten wir sonst nur aus dem Casino (ausser Capo!). Chapeau, wie sich die Mannschaft in dieser Situation verhalten hat! Der verdiente Sieg gegen Buochs vor Weihnachten war dann  gut für die Moral. Die restlichen Spiele der Qualifikationsrunde sicherten uns den ersten Platz in der Abstiegsrunde.

In den „Play-Outs“ warteten neue Gegner auf uns. Bis auf Lutry-Lavaux konnten wir alle mindestens einmal bezwingen. Wieso die nicht weiter vorne sind in der Tabelle ist uns ein Rätsel. Wir hatten in beiden Spielen keine Chance. Was aber auch nicht nötig war, da nach dem Spiel von letzten Samstag frei nach Turi gesagt werden kann: „Willst du die VBG oben sehen, musst du die Tabelle NICHT drehen!“

Das war’s!

VBGee goes NLBee, Teil 1: Angriff der Hinterwäldler findet sein Ende. Geniesst den Abspann:

 

—Credits—

Regie

Frank „John Travolta“ Vetter

In den Hauptrollen:

Alex Smiljianic – Peter Bogdanovic

Raphael Jakob – Benedict Cumberbatch

Ricardo Gonzalez – Antonio Banderas

Matej Rydval – Karel Gott

Artur Krein – Мілена Марківна Куніс

Fabio Capoccia – Bud Spencer

Dominic Kern – Owen Wilson

Moritz Bolli – Channing Tatum

Basil Bolli – Ryan Reynolds / Gosling / Phillippe / Guzman

Jonas Bolli – Vinnie Jones

Michael Bernhard – Käpt’n Balu

 

In weiteren Rollen:

Mama/Papa Bolli – Danke für drei gross gewachsene Jungs, Einsätze als Balljunge, Trikot waschen, Kuchen backen und all die anderen Dinge…!

Roger Küllig – treuster Fan und bester Balljunge, Danke!

Marianne Räss – danke für die Fotos und die Berichte in der SN!

Heidi Uehlinger – danke für deinen Einsatz als Chauffeuse nach Lausanne, an der Festbeiz und für die Unterstützung an den Spielen!

Herzlichen Dank…

…an alle Fans und Zuschauer, die uns zuhause im Zimmerberg (oder auch im Exil) und manchmal sogar auswärts unterstützt haben. Es macht Spass vor Euch zu spielen und wir geben uns auch ganz fest Mühe guten Volleyballsport zu zeigen!

…an alle Gönner und Sponsoren für Euren wertvollen Beitrag, ohne den das alles gar nicht möglich wäre!

honorable mentions:

Die Festbeiz des VBC Buochs. Bereits vor dem Spiel standen 5 (!) verschiedene Flaschen Schnapps bereit.

Der Stirnbandträger von Volero: Modischer Vorreiter!

Die Zuschauer in Laufen: Gab’s praktisch keine.

VBC Münchenbuchsee: Für das Lesen unserer Matchberichte inkl. lobender Erwähnung im eigenen Bericht.

Der Trööter von Lutry-Lavaux: Da geht mir die Puste aus!

— Ende —

Wir freuen uns auf die nächste Saison!